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Person in weißem T-Shirt hält sich mit der Hand die Wange – typische Geste bei schmerzempfindlichen Zähnen.Person in weißem T-Shirt hält sich mit der Hand die Wange – typische Geste bei schmerzempfindlichen Zähnen.

Dentinhypersensibilität : Empfindliche Zähne – Hilfe und Ursachen

Das steckt hinter den plötzlichen blitzartigen Zahnschmerzen und das können Sie gegen schmerzempfindliche Zähne tun.  

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Aktualisiert am 22.04.26mehr erfahren
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Wer unter empfindlichen Zähnen leidet, kennt den plötzlichen, blitzartigen Schmerz, den ein Schluck heißer Tee, das Schlecken von kaltem Eis oder der Biss in den sauren Apfel hervorruft. Rund die Hälfte der Deutschen ist von der sogenannten Dentinhypersensibilität betroffen, einige Studien gehen sogar von noch mehr betroffenen Personen aus. 

Der Grund für die Schmerzempfindlichkeit sind in den meisten Fällen freiliegende Zahnhälse:
Entweder ist der Zahnschmelz defekt, oder das Zahnfleisch hat sich zurückgebildet, sodass das Dentin (Zahnbein) frei liegt und Reize direkt an den Nerv weitergeleitet werden – manchmal sichtbar, oft aber nur durch das geschulte zahnärztliche Auge erkennbar. 

In diesem Artikel erfahren Sie, welche die häufigsten Ursachen, wirksame Maßnahmen zur Vorbeugung und wichtige Behandlungsmöglichkeiten bei empfindlichen Zähnen sind. 

Hintergrund : Warum reagieren Zähne plötzlich so empfindlich?

Es gibt unterschiedliche Ursachen, weshalb Zähne schmerzen. Den meisten fällt hier sicherlich Karies ein. Noch häufiger schmerzen Zähne jedoch, wenn das Zahnbein, auch Dentin genannt, freiliegt. 

Bei gesunden Zähnen wird das Zahnbein von dem darüberliegenden Zahnschmelz geschützt und vom Zahnfleisch ummantelt. Das Dentin ist von vielen kleinen, flüssigkeitsgefüllten Kanälchen durchzogen – in der Fachsprache Dentintubuli genannt. Diese winzigen Kanälchen leiten Reize in das Zahninnere, die sogenannte Pulpa, weiter. Die Pulpa ist das „Zahnzentrum“ und besteht aus zahlreichen feinen Nerven- und Blutbahnen. 

Die wichtigsten Strukturen im Überblick: 

  • Zahnschmelz:
    Harte, schützende Außenschicht des Zahns, die das empfindliche Zahnbein vor Reizen schützt. 

  • Dentin (Zahnbein):
    Unter dem Schmelz liegende Zahnschicht mit vielen feinen Kanälchen (Dentintubuli), die Reize weiterleiten. 

  • Pulpa (Zahninneres):
    Weiches Zahninnere mit Nerven und Blutgefäßen, das Schmerzsignale an das Gehirn sendet. 

 Mikroskopische Darstellung von Zahnstruktur mit geöffneten Kanälchen, überlagert von gelben Blitzen – symbolisiert Schmerzleitung bei empfindlichen Zähnen.

Ist der Schmelz beschädigt – insbesondere im Randbereich am Übergang zum Zahnfleisch – oder das Zahnfleisch zurückgegangen, liegt das Dentin frei. Beim Genuss von heißen oder kalten Getränken oder Speisen werden dann thermische Reize über die Dentinkanälchen direkt zur Pulpa weitergeleitet. Die dort befindlichen Nerven signalisieren unserem Gehirn unverzüglich den blitzartigen, stechenden Schmerz. 

Doch nicht nur Kälte oder Wärme, sondern auch bestimmte Lebensmittel lösen diesen Schmerz aus. Meist handelt es sich um saure oder süße Speisen. Dies wird auch als chemischer Reiz bezeichnet. Genau wie bei thermischen Reizen werden diese über die flüssigkeitsgefüllten Dentintubuli an die Pulpa weitergeleitet. 

Ursachen : Ursachen für empfindliche Zähne

Für die Entstehung von sensiblen Zähnen kommt eine Vielzahl von Auslösern in Frage. Sie lassen sich in vier Kategorien einteilen: 

  • Kategorie 1 : Erosionen:

    Hierbei handelt es sich um Zahnschmelz-Schäden, die durch chemische Prozesse, also einen säurebedingten Zahnschmelzabbau verursacht werden. 

    Die Säuren stammen hierbei z. B. aus Lebensmitteln und lösen Mineralien aus dem Zahn. Geschieht dies andauernd, so wird der Schmelz immer dünner und der Zahnhals liegt frei. 

  • Kategorie 2 : Abrasionen:

    Hier ist ebenfalls der Zahnschmelz betroffen. Die Schäden entstehen allerdings durch mechanische Einwirkung, sprich durch Druck oder Reibung. 

    Durch zu intensives Zähneputzen beispielsweise oder die falsche Zahnpasta wird Schmelz abgetragen, also quasi abgeschmirgelt. Auch hier sind häufig die Bereiche am Zahnhals betroffen, sodass Dentin freiliegt. 

  • Kategorie 3 : Rezessionen:

    Der Begriff beschreibt den (nicht-entzündlichen) Zahnfleischrückgang. Zieht sich die Gingiva zurück, liegt der Zahnhals und somit auch Dentin frei. 

  • Kategorie 4: Zahnfleischerkrankungen:

    Insbesondere entzündliche Zahnfleischerkrankungen (Gingivitis, Parodontitis) führen dazu, dass Zahnfleisch zurückgebildet wird. Die Folge sind auch hier freiliegende Zahnhälse.

Ursache 1 : Säurehaltige Getränke und Speisen

Wer Limonaden, Fruchtsäfte und Energy Drinks liebt, wird über diese Nachricht nicht erfreut sein. Säurehaltige Getränke demineralisieren bei dauerhaftem Konsum den Schmelz und machen ihn porös und zunehmend dünner. Es bilden sich mikroskopisch kleine Risse, wodurch er das Dentin und die Zahnnerven schlechter vor thermischen oder chemischen Einflüssen schützen kann. Diese Erosionen entstehen anders als Karies nicht durch Säuren, die von Bakterien produziert werden, sondern durch Säureangriffe nicht-bakteriellen Ursprungs.  

Neben säurehaltigen Getränken und Lebensmitteln kann auch Magensäure dazu führen, dass Hydroxylapatit-Kristallite nach und nach aus dem Zahnschmelz herausgelöst werden. Daher kommen auch Reflux, häufiges Erbrechen in der Schwangerschaft oder Bulimie als Ursache für empfindliche Zähne in Frage. 

Ursache 2: Mangelnde Mundhygiene

Im Mund befinden sich verschiedene Bakterien, die für eine gesunde Mundflora unerlässlich sind. Bei falscher oder nicht-ausgewogener Ernährung dominieren im sogenannten Biofilm allerdings schädliche Bakterien. Diese produzieren bestimmte Substanzen, die dazu führen, dass sich das Zahnfleisch entzündet. In den Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand siedelt sich der bakterielle Belag besonders gut an. Wird er nicht durch tägliches Zähneputzen entfernt, entsteht hier häufig eine Gingivitis. Als Folge der Entzündung kommt es dadurch oft zum Zahnfleischrückgang. 

Viele Patienten, die unter schmerzempfindlichen Zähnen oder Zahnfleischproblemen leiden, neigen dazu, ihre Zähne weniger oder gar nicht mehr zu putzen. Das ist insofern fatal, da sich Plaque dauerhaft ansammelt, verhärtet und zu Zahnstein wird, der nur noch vom Zahnarzt entfernt werden kann. Die Zahnfleischentzündung kann sich zudem verschlimmern und zu einer Parodontitis entwickeln. Eine Parodontitis betrifft den gesamten Zahnhalteapparat, also auch den Knochen und ist nicht umkehrbar, sondern erfordert eine lebenslange Therapie. Patienten mit Parodontitis haben oft empfindliche Zahnhälse. 

  • Schon gewusst?

    Nicht nur die natürlichen Zähne sind anfällig für Plaque. Auch bei Prothesen und Zahnersatz können sich Bakterien am Zahnfleischsaum sammeln und so freiliegende Zahnhälse – sofern noch vorhanden – begünstigen. 

Ursache 3: Falsche Zahnputztechnik

Zahnschmelz und -fleisch können aber auch durch ein Zuviel an Pflege geschädigt werden. Manche Menschen meinen es bei der Zahnpflege etwas zu gut: Sie wollen gründlich sein und drücken dabei zu kräftig mit der Zahnbürste auf die Zähne auf. Hat diese noch harte Borsten oder wird zu schnell nach dem Genuss säurehaltiger Lebensmittel geputzt, ist der Schaden meist größer als der Nutzen. 

Durch eine falsche Technik beim Zähneputzen wird der Schmelz regelrecht abgeschmirgelt und das Zahnfleisch verletzt. In der Folge liegen die Zahnhälse frei, was zu empfindlichen Zähnen führt. Wenn es bei der täglichen Zahnpflege zu Zahnfleischbluten kommt, ist das ein erstes Anzeichen für eine Zahnfleischentzündung oder auch eine falsche Zahnputztechnik. So oder so sollte dies durch einen Zahnarzt abgeklärt werden. 

Ursache 4: Zähneknirschen

Auch mechanischer Druck kann der Verursacher von schmerzempfindlichen Zähnen sein: Zum Beispiel, wenn beim Zähneknirschen dauerhaft die Zähne aufeinander reiben. Die Folge von der permanenten Belastung sind meist Zahnschäden, die sich ganz unterschiedlich zeigen. Oft liegt jedoch auch hier Dentin frei, das bei Reizen mit Schmerzen reagiert. 

Besonders heikel: Viele Betroffene pressen meist unbewusst oder nachts Ober- und Unterkiefer zusammen. Dieses Zähneknirschen wird beim Zahnarzt als sogenannter Bruxismus diagnostiziert. Der Druck, der bei dem Zähneknirschen entsteht, ist oft um ein Vielfaches höher als der, der beim Kauen der Nahrung aufgewendet wird und dauert meist auch deutlich länger an. Der Zahnschmelz kann diesen Belastungen nicht dauerhaft standhalten. 

  • Weitere mechanische Schäden: 

    Auch Zungen- oder Lippenpiercing können zum Problem werden. Da das Metall unweigerlich auch mit den Zähnen und dem Zahnfleisch in Berührung kommt, können mit der Zeit Schäden entstehen, die die Zähne überempfindlich machen. 

Ursache 5: Behandlungen bei Zahnärzten

Manche Patienten klagen insbesondere nach einer Behandlung in der Zahnarztpraxis über sensible Zähne. In der Regel ist dies jedoch eine normale Reaktion, die nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Besonders häufig tritt die gesteigerte Schmerzempfindlichkeit auf nach: 

  • Der professionellen Zahnreinigung (PZR) 
  • Maßnahmen zum Zahnersatz, wie einer Krone oder Brücke 
  • Einer Parodontitis-Behandlung 
  • Zahnbleaching 

Bei der professionellen Zahnreinigung in der Praxis werden Zahnstein und bakterielle Beläge am Zahnfleischsaum entfernt. Dadurch kann das Zahnfleisch leicht gereizt werden. Dies bleibt nicht aus – egal wie gut und geübt die jeweilige Fachkraft ist. Jedoch trägt die Behandlung grundsätzlich zur Zahnfleischgesundheit bei, weshalb auf die PZR nicht verzichtet werden sollte. Darüber hinaus lassen die Beschwerden bereits nach kurzer Zeit nach. 

Ursache 6: Bleaching und Zahnaufhellung

Methoden, um die Zähne weißer zu machen, werden mittlerweile nicht nur beim Zahnarzt durchgeführt. Es gibt auch verschiedene Anwendungen für die Zahnaufhellung zu Hause. Beim Bleaching werden die Zähne meist mit Wasserstoffperoxid aufgehellt. Diese Substanz entzieht dem Zahn nicht nur ungewollte Farbstoffe, sondern auch Flüssigkeit. Der Zahnschmelz wird regelrecht vorübergehend „trockengelegt“ und auch das Zahnfleisch kann gereizt werden. Gelangt wieder Speichel und Flüssigkeit an den Zahn, verspüren Patienten häufig Schmerzen. Diese lassen in der Regel nach einigen Tagen wieder nach. 

Patienten, die ohnehin schon an schmerzempfindlichen Zähnen leiden, sollten zahnaufhellende Maßnahmen unbedingt mit dem Zahnarzt besprechen. Andernfalls kann sich die Schmerzempfindlichkeit noch verschlimmern. 

11 Tipps : Was hilft gegen empfindliche Zähne?

Schwarz-weiß-Aufnahme von Backenzähnen, über denen gelbe Blitze verlaufen – symbolisiert Schmerzempfindlichkeit bei Zähnen.

Den Reiz zu vermeiden und nur noch lauwarme Speisen und Getränke zu sich zu nehmen, stellt für die meisten Betroffenen keine langfristige Option dar. Um schmerzempfindlichen Zähnen entgegenzuwirken und wieder mehr Freude an dem Genuss aller Lebensmittel zu haben, können Betroffene einiges tun. 

Egal ob zu Hause oder in der Zahnarztpraxis, das beste Mittel, um die Schmerzempfindlichkeit zu minimieren, ist die Zahnsubstanz und -fleisch zu schonen. 

Die folgenden 11 Tipps helfen bei schmerzempfindlichen Zähnen: 

  • Tipp 1: Schutz durch Zahnschmelz

    Eine Zahncreme mit „künstlichem Zahnschmelz“ hilft die Überempfindlichkeit zu reduzieren. Sie enthält Hydroxylapatit, der unserem natürlichen Zahnschmelz nachempfunden ist.  

    Studien zeigen, dass Hydroxylapatit der wirksamste Inhaltsstoff in Zahnpflegeprodukten ist, um empfindliche Zähne zu reduzieren. Bei regelmäßiger Anwendung werden mikroskopisch kleine Defekte, die für die Reizweiterleitung verantwortlich sind, verschlossen und die Zahnschmelzoberfläche mit jedem Zähneputzen repariert. 

  • Tipp 2: Mundspülung zur Routine werden lassen

    Eine Mundspülung sorgt nicht nur für frischen Atem, sondern entfernt auch Bakterien an schwer zu erreichenden Stellen, die Zahnfleischrückgang begünstigen.  

    Im Gegensatz zu Mundwasser wird eine Mundspülung bereits in der vorgegebenen Dosierung bereitgestellt und muss nicht extra verdünnt werden. Lösungen, die nicht nur antibakterielle Wirkstoffe enthalten, sondern auch Hydroxylapatit, stärken die Zahnoberfläche zusätzlich und beugen empfindlichen Zähnen vor. 

  • Tipp 3: Aufpassen bei Whitening-Zahnpasten

    Zahnpasten für weiße Zähne enthalten in der Regel einen hohen Anteil harter Putzkörper, die zwar Ablagerungen entfernen, aber auch die Zahnsubstanz schädigen können.

    Die innovative Bioniq® White Filler Technologie bietet eine schonende Alternative – auch für empfindliche Zähne: Sie füllt Mikrorisse und Unebenheiten auf der Zahnoberfläche auf und versiegelt sie, für sichtbar weißere Zähne ohne aggressive Putzkörper, die den Zahnschmelz angreifen.

  • Tipp : Weniger Druck beim Zähneputzen

    Die richtige Zahnputztechnik kann einen erheblichen Unterschied für schmerzempfindliche Zähne ausmachen. Häufig wird nämlich zu viel Druck beim Zähneputzen ausgeübt oder mit der Zahnbürste stark hin und her geschrubbt.  

    Besser ist mit weniger Druck von rot nach weiß zu putzen – also vom Zahnfleisch zum Zahn. Achten Sie auch darauf, wie Sie die Zahnbürste halten. Wenn Sie eine Faust machen, wird schnell zu viel Druck ausgeübt. Besser ist die Handzahnbürste nur mit den Fingerspitzen zu halten, um keine Putzschäden zu verursachen. 

  • Tipp 5: Passende Zahnbürste auswählen

    Die sanfte Putztechnik gelingt leichter mit einer Zahnbürste, die für sensible Zähne geeignet ist. Doch die Wahl ist nicht leicht und sollte in Abstimmung mit den Experten aus der Zahnarztpraxis geschehen. 

    Schließlich können sogar weiche Borsten zu Abrasionen führen. Einige elektrische Zahnbürsten sind zudem mit Sensoren ausgestattet, die Sie warnen, falls zu viel Druck ausgeübt wird. Doch auch hier kann durch ein zu langes Verbleiben an einem Zahn der Zahnschmelz geschädigt werden. 

  • Tipp 6: Sich Zahnärzten und Zahnprofis anvertrauen

    Nehmen Sie die regelmäßigen Prophylaxe-Termine bei Ihrem Zahnarzt wahr. Hier können Zahnschäden, Zahnfleischentzündungen und freiliegende Zahnhälse frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Behandlung eingeleitet werden.  

    Wenn Sie bereits eine Überempfindlichkeit bei sich bemerkt haben, sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt oder der jeweiligen zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin darüber. Sie können die genaue Ursache – z. B.  Abrasion, Erosion oder Rezession – ermitteln. 

  • Tipp 7: Aufbissschiene gegen Knirschen verwenden

    Bei Schäden durch unbewusstes oder nächtliches Zähneknirschen hilft eine Aufbiss- oder „Knirscherschiene“.  

    Sie wird vom Zahnarzt individuell an Ihr Gebiss angepasst und ist daher angenehm zu tragen. Die Schiene fungiert dabei als Puffer zwischen den Kauflächen, wodurch Reibung verringert und die Zahnoberfläche geschützt wird. Einige Krankenkassen übernehmen unter Umständen sogar die kompletten Kosten für die Herstellung. 

  • Tipp 8: Versiegelung von freiliegenden Zahnhälsen

    Freiliegende Zahnhälse sind nicht vom harten Schmelz ummantelt und reagieren sie daher besonders empfindlich.  

    Um die äußeren Reize vom Dentin fernzuhalten, können Zahnärzte sie mit speziellem Lack oder Gel versiegeln. Studien zeigen: Am wirksamsten sind Produkte mit Hydroxylapatit.  

    Bei sogenannten keilförmigen Defekten kann auch eine Zahnhalsfüllung aus Kunststoff eingesetzt werden. 

  • Tipp 9: Auf Rauchen verzichten

    Zigarettenkonsum wirkt sich nicht nur negativ auf die Gesundheit, Herz und Kreislauf aus, sondern auch auf die Zähne.  

    Das Zahnfleisch wird schlechter durchblutet und anfällig für Entzündungen. In der Folge weicht es zurück und begünstigt die Dentinhypersensibilität. 

  • Tipp 10: Säurehaltige Lebensmittel meiden

    Da Säuren den Zahnschmelz porös machen, sollten Patienten mit schmerzempfindlichen Zähnen saure Lebensmittel besser reduzieren. Dazu gehören unter anderem Softdrinks, Kaffee, Zitrusfrüchte, verschiedene Beeren wie Himbeeren, Brombeeren oder Johannisbeeren.  

    Auch stark zuckerhaltige Speisen sollten seltener auf dem Speiseplan stehen, da der Zucker von den Bakterien der Mundflora ebenfalls in Säure umgewandelt wird. 

  • Tipp 11: Tipps um Säuren abzuschwächen

    Die Aufnahme von Säuren über Lebensmittel kann nicht vollständig vermieden werden. Vor allem in saurem Obst, wie Kirschen, Kiwis und Co. stecken zudem auch weitere wichtige Nährstoffe.  

    Den Säureangriff können Sie zumindest etwas abschwächen. Sie können beispielweise durch den Verzehr von Vollkornprodukten den Speichelfluss anregen, der die Säure ausgleicht. Oder Sie trinken ein Glas Milch oder essen Naturjoghurt zu Ihrem Obst. Das in Milchprodukten enthaltene Calcium schwächt Säuren zusätzlich ab. 

Ausnahme : Sonderfall: Einzelner Zahn sensibel oder druckempfindlich

Schwarz-weiß-Aufnahme von Zähnen mit einem vergrößerten, kreisförmig hervorgehobenen Bereich, der Details und feine Risse im Zahnschmelz zeigt.

In manchen Fällen hat der Schmerz bei der Nahrungsmittelaufnahme nichts mit einer Dentinhypersensibilität im klassischen Sinn zu tun. Wenn nur ein einzelner Zahn, unabhängig von der Nahrung empfindlich reagiert oder Zähne besonders bei Druck durch Kauen schmerzen, können auch Karies oder eine Pulpitis Auslöser für die Überempfindlichkeit sein: 

  • Karies entsteht, wenn Bakterien Speisereste – insbesondere Zucker – in Säuren verstoffwechseln. Wenn also viel Zucker konsumiert wird, haben die Bakterien auch viel Nahrung und produzieren dementsprechend viele schädliche Säuren. Werden zudem die Nahrungsreste nicht gründlich durch die tägliche Zahnpflege entfernt, bildet sich Plaque. Dieser dient den Bakterien als idealer Lebensraum. Hier können sie sich beinahe ungehindert vermehren. Schließlich wird der Zahn so sehr geschädigt, dass ein Loch entsteht, das nur noch mit einer Füllung beim Zahnarzt behandelt werden kann. Je weiter die Karies vordringt, desto eher werden Schmerzen wahrgenommen. 
  • Pulpitis ist eine Entzündung des Zahnmarks und wird auch umgangssprachlich oft als Wurzelentzündung bezeichnet. Wird Karies nicht behandelt, können Bakterien bis zur Pulpa vordringen und die Entzündung hervorrufen. Darüber hinaus kann die Pulpitis auch nach einem Zahnunfall oder nach dem Einsetzen einer Zahnkrone auftreten. Der Zahnarzt nimmt bei Pulpitis in der Regel eine Wurzelkanalbehandlung vor. 

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Karoline Bauch

Referentin Unternehmenskommunikation

Karoline Bauch ist Expertin für Wissenschaftskommunikation mit Fokus auf den Unternehmensbereich Oral Care und redaktionelle Ansprechpartnerin für alle Themen rund um Zahnmedizin, Mundgesundheit und Prävention.

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