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Frau schaut in den Badezimmer-Spiegel und betrachtet ihr blutendes Zahnfleisch als Symbol für ZahnfleischblutenFrau schaut in den Badezimmer-Spiegel und betrachtet ihr blutendes Zahnfleisch als Symbol für Zahnfleischbluten

Symptom : Zahnfleischbluten

Tipps für ein gesundes Zahnfleisch

Bioniq® für gesundes Zahnfleisch
Aktualisiert am 22.04.26mehr erfahren
Redaktionell geprüft

Ob zwischendurch, während einer Mahlzeit oder bei dem Zähneputzen – entdecken Sie bei sich Zahnfleischbluten, sollten Sie zeitnah einen Termin bei Ihrem Zahnarzt vereinbaren. Denn gesundes Zahnfleisch blutet nicht. Blutet das Zahnfleisch häufiger, ist gerötet oder geschwollen, liegen erste Anzeichen für eine Zahnfleischentzündung vor. 

Ursachen : Häufige Ursachen für Zahnfleischbluten

Fünf Petrischalen mit unterschiedlichen Bakterien- oder Pilzkulturen auf weißem Hintergrund, teils blau gefärbt als Symbol für Bakterien als Ursache für Zahnfleischbluten

Sie haben nach dem Zähneputzen Blut an Ihrer Zahnbürste oder im Waschbecken entdeckt? Dann ist dies ein erstes Anzeichen für eine milde Form der Zahnfleischentzündung, auch Gingivitis genannt. Ursache sind fast immer Bakterien:  

Wir haben davon über eine Milliarde im Mund und es sind ca. 1.000 Arten bekannt, die unsere Mundhöhle besiedeln können.1 Im gesunden Zustand halten sich alle diese Mikroorganismen die Waage.  

Zahlreiche Gründe führen dazu, dass dieses Gleichgewicht aus den Fugen gerät und einige wenige Bakterien eine Zahnfleischentzündung verursachen, die häufig zu Zahnfleischbluten führt. 

  • Gingivitis (Zahnfleischentzündung)

    Bei einer Gingivitis ist das Zahnfleisch oberflächlich entzündet, oft geschwollen und gerötet. Bakterien siedeln sich am Zahnfleischrand an und dringen in den natürlichen Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch ein, was Entzündungen und Zahnfleischbluten verursacht. Eine gründliche Zahnreinigung kann die Symptome meist abklingen lassen. 

  • Parodontitis

    Die Parodontitis betrifft den gesamten Zahnhalteapparat – Zahnfleisch, Ligamente und Kieferknochen. Sie wird in vier Stadien klassifiziert, abhängig von Taschentiefe, Ausmaß im Mundraum und möglichem Fortschreiten der Erkrankung. Die Diagnostik berücksichtigt alle diese Faktoren für eine präzise Diagnosestellung.2 

  • Nährstoffmangel

    Zahnfleischbluten und Zahnfleischschwund können durch Nährstoff- oder Eiweißmangel entstehen. Mangelernährung, Magersucht oder übermäßiger Alkoholkonsum führen zu Vitamin-C-Mangel, der den Mundraum schädigt. Extremer Vitamin-C-Mangel kann zu Zahnausfall führen – historisch als Skorbut bekannt. 

  • Schwangerschaft

    Hormonelle Schwankungen während der Schwangerschaft lockern das Gewebe im Mundraum auf. Dies erleichtert den Befall empfindlicher Stellen am Zahnfleisch und begünstigt Entzündungen. 

  • Mundhygiene & aggressive Putztechnik

    Falsche oder zu aggressive Zahnputztechnik ist ein häufiger Grund für Zahnfleischbluten. Viele wissenschaftlich untersuchte Techniken wie die BASS-Technik sind im Alltag schwer umsetzbar. Die individuelle Zahnputztechnik sollte mit Experten aus der Zahnarztpraxis besprochen und geübt werden. 

  • Erkrankungen

    Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Zahnfleischerkrankungen durch schlechte Durchblutung und eingeschränkte Immunreaktion. Eine Parodontitis-Therapie kann den HbA1c-Wert verbessern. Auch Leukämie, HIV und Pilzinfektionen erhöhen die Blutungsneigung. Bei anhaltenden Problemen sollten Zahnarzt und Hausarzt konsultiert werden. 

  • Medikamente

    Verschiedene Medikamente begünstigen Zahnfleischprobleme: Antiepileptika in hoher Dosierung können Zahnfleischwucherungen verursachen. Immunsuppressiva wie Cyclosporin A führen zu Zahnfleischbluten. Hormonpräparate und die Antibabypille verursachen hormonelle Schwankungen. Kalziumantagonisten erhöhen das Risiko für Zahnbelag und Entzündungen. 

Behandlung : Wann mit Zahnfleischbluten zum Zahnarzt?

Patientin liegt auf einem Zahnarztstuhl, Zahnarzt untersucht sie; im Hintergrund Zahnarztpraxis mit Röntgenbild und Behandlungsgeräten als Symbol für Behandlung von Zahnfleischbluten beim Zahnarzt

Bei gelegentlichem Zahnfleischbluten ist kein sofortiger Arztbesuch nötig. Optimieren Sie zunächst Ihre Zahnputztechnik und schonen Sie das Zahnfleisch. Eine professionelle Zahnreinigung kann in vielen Fällen bereits Abhilfe schaffen. 

Unbedingt zum Zahnarzt sollte Sie, wenn: 

  • Blutung länger als 2–3 Tage anhält 
  • Besonders starke Blutung auftritt 
  • Starke Zahnfleischschmerzen vorhanden sind 
  • Anhaltender Mundgeruch besteht 
  • Fieber auftritt 
  • Gelber Belag am Zahnfleisch sichtbar ist 
  • Müdigkeit im Zusammenhang mit Zahnfleischbluten auftritt 
  • Sichtbare Veränderungen des Zahnfleisches innerhalb kurzer Zeit auftreten 
  • Wichtige Informationen für den Zahnarzt: 

    Teilen Sie Ihrem Zahnarzt mit, ob Sie Vorerkrankungen haben, neue Medikamente einnehmen, schwanger sind, rauchen oder unter Stress stehen. Diese Faktoren können Zahnfleischbluten begünstigen und sind für die Diagnose wichtig. 

In der Praxis: Behandlung von Zahnfleischbluten beim Zahnarzt

  • Im ersten Patientengespräch beim Zahnarzt wird häufig gefragt, ob eine Erkrankung an Diabetes mellitus vorliegt, oder andere Krankheiten wie Blutungsstörungen, Herzkrankheiten oder Osteoporose bereits bekannt sind. Das sind die ersten Indikatoren über die Schwere des Zahnfleischblutens. 
  • Für den Arzt ist es außerdem von Bedeutung, welche Medikamente Sie derzeit einnehmen. Auch die Frage nach der Intensität des Blutens sowie die Dauer der Beschwerden sind für eine erste Einschätzung und die Wahl der richtigen Therapie von Bedeutung. 
  • Besteht möglicherweise ein erhöhtes und anhaltendes Stresslevel bei Ihnen? Und gibt es darüber hinaus ungesunde Essgewohnheiten, die das Zahnfleischbluten begünstigen können? Raucher tragen ebenso ein erhöhtes Risiko für Zahnfleischbluten mit sich. 
  • Der Zahnarzt könnte sich bei weiblichen Patientinnen nach dem Zeitpunkt der letzten Periode erkundigen, beziehungsweise fragen, ob eine Schwangerschaft besteht. 
  • Nach der Einordnung der Lebensumstände und möglicher Krankheiten prüft der Mediziner Ihre Zähne auf Karies oder Lockerungen, denn auch Fehlstellungen von Zähnen oder schwer zu reinigenden Stellen im Mundraum können zu vermehrtem Zahnfleischbluten führen. 
  • Insgesamt wird bei einer Untersuchung die Gesundheit des Zahnfleisches auf den Prüfstand gestellt. Schwellungen und Rötungen lassen sich meist schon visuell erkennen. 
  • Zusätzlich wird mit einer Sonde gemessen, ob das Zahnfleisch bereits zurückgeht und inwiefern der Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch vertieft ist. 
  • Bei einer vorliegenden Parodontitis werden zusätzlich Röntgenbilder angefertigt, die als langfristige Kontrolle dienen, um einen potenziellen Knochenschwund zu überwachen. 

Tipps : Was hilft gegen Zahnfleischbluten?

Um sich vor Zahnfleischbluten zu schützen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Diese können in der Regel vorbeugend wirken: 

  1. Regelmäßiges Zähneputzen: Putzen Sie am besten 2-mal täglich Ihre Zähne, damit sich keine Plaque-Bakterien am Zahnfleischrand ansiedeln können, die eine Entzündung begünstigen. Entsprechende Zahncremes gegen Zahnfleischbluten helfen zusätzlich, wie die Bioniq Repair-Zahncreme Zahnfleisch-Schutz, mit den Wirkstoffen Lactoferrin und Hyaluron, welche die Pflege Ihres Zahnfleisches unterstützen und das Zahnfleisch vor Entzündungen schützen. 
  2. Anwendung einer Mundspülung: Die zusätzliche Verwendung einer Mundspülung nach dem Zähneputzen hilft ebenso bei der Vorbeugung von Zahnfleischbluten. Die Bioniq Repair Zahn-Milch reduziert die bakterielle Anlagerung am Zahn und schützt vor Mundgeruch und Zahnfleischproblemen. Außerdem wirkt dieses nachhaltig antibakteriell. 
  3. Die Zahnzwischenräume reinigen: Mit Zahnseide oder Interdentalbürsten in Ergänzung zur täglichen Zahnpflege können Zahnzwischenräume gesäubert werden. Hierbei gilt: Für eine korrekte Verwendung das Prophylaxe-Team in der Praxis ansprechen. 
  4. Eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen: Mindestens zweimal im Jahr sollten im Rahmen der Prophylaxe-Untersuchungen beim Zahnarzt Plaque und festsitzender Zahnstein durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden. Durch Plaque, der entfernt wird, entsteht weniger Angriffsfläche für Bakterien. Hierdurch kann Entzündungen und Zahnfleischbluten vorgebeugt werden. 
  5. Die Zunge reinigen: Mit einer Zungenbürste können Sie selbständig auf der Zunge sitzende Keime entfernt und mindern so ebenfalls das Risiko von Zahnfleischentzündungen. 
  6. Weniger Zucker essen: Der übermäßige Konsum von Zucker begünstigt das Wachstum von Bakterien im Mundraum. Vor allem kleine, zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten über den Tag verteilt, regen das Wachstum der Karies-Bakterien an. Um diesen tagsüber weniger Angriffsfläche zu bieten, entweder auch zwischendurch die Zähne putzen oder zumindest ein zuckerfreies Kaugummi zur Zahnpflege nutzen. 
  7. Gesunde, ausgewogene Ernährung: Weniger Zucker- und Alkoholkonsum sowie eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Eiweiß und Vitamin C sind Faktoren, um Zahnfleischbluten vorzubeugen. 
  • Häufig ergibt sich nach Anwendung der Tipps eine Verbesserung der Zahnfleischgesundheit.  

    Sollte Ihr Zahnfleisch dennoch länger oder stark bluten und sogar schmerzen, ist ein Besuch beim Zahnarzt wichtig und sollte in keinem Fall aufgeschoben werden. 

Natürliche Helfer : Hausmittel gegen Zahnfleischbluten

Hausmittel können Zahnfleischbluten ergänzend lindern, ersetzen aber keinen Zahnarztbesuch bei anhaltenden Beschwerden. 

Bewährte Hausmittel: 

  • Salbeitee: Entzündungshemmend – mehrmals täglich den Mund damit spülen oder als Kompresse auf betroffene Stellen auftragen 
  • Kamillentee: Beruhigt gereiztes Zahnfleisch – lauwarm zum Spülen verwenden oder Teebeutel direkt auf die betroffene Stelle legen

Bei anhaltenden oder starken Beschwerden konsultieren Sie Ihren Zahnarzt. 

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Quellen

  1. Meyer, F. & Enax, J. Die Mundhöhle als Ökosystem. Biol. Unserer Zeit 48, 62-68 (2018). 
  2. Jepsen, S.: Neue PAR-Klassifikation, neue PAR-Leitlinie, neue PAR-Richtlinie. Kassenzahnärztliche Vereinigung, 05-2021. 

Karoline Bauch

Referentin Unternehmenskommunikation

Karoline Bauch ist Expertin für Wissenschaftskommunikation mit Fokus auf den Unternehmensbereich Oral Care und redaktionelle Ansprechpartnerin für alle Themen rund um Zahnmedizin, Mundgesundheit und Prävention.

Redaktionell geprüft
Geprüft am 22.04.26