Kostenlose Lieferung ab 25 €

Logo Bioniq
Frau betrachtet sich im Badezimmerspiegel und zeigt mit dem Finger auf ihr Zahnfleisch; Zahnbürste und Seife liegen am Waschbeckenrand als Symbol für ZahnfleischentzündungenFrau betrachtet sich im Badezimmerspiegel und zeigt mit dem Finger auf ihr Zahnfleisch; Zahnbürste und Seife liegen am Waschbeckenrand als Symbol für Zahnfleischentzündungen

Entzündetes Zahnfleisch : Zahnfleischentzündung – Was tun?

Gingivitis erkennen und behandeln  

Produkte für gesundes Zahnfleisch
Aktualisiert am 22.04.26mehr erfahren
Redaktionell geprüft

Wenn Sie bei der täglichen Zahnpflege Blut sehen, kann das ein Anzeichen für entzündetes Zahnfleisch sein. Damit sind Sie nicht allein: Fast jeder Erwachsene leidet gelegentlich unter einer sogenannten Gingivitis – häufig sogar unbemerkt, da nicht immer Schmerzen mit einer Zahnfleischentzündung verbunden sind. 

Ursachen : Wie entsteht eine Zahnfleischentzündung?

Die Ursache für eine akute oder chronische Zahnfleischentzündung sind in den meisten Fällen Bakterien. Dass Bakterien im Mund vorkommen, ist ganz natürlich: Dort leben sogar ca. 1000 verschiedene Arten. Sie sind Teil der Mundflora und unter anderem für Verdauung oder die Abwehr von krankmachenden Keimen nützlich. 

Unter bestimmten Voraussetzungen können sich einige Bakterien aber zu stark vermehren und eine Entzündungsreaktion hervorrufen: 

  • Schritt 1 : Plaque wird gebildet

    Bakterien bilden zusammen mit Speichelbestandteilen und Nahrungsresten auf der Zahnoberflächen und auch am Zahnfleischrand einen Schmierfilm – den sogenannten Biofilm.  

    In diesem sind die Bakterien bestens vor äußeren Einflüssen geschützt. Wird dieser nicht regelmäßig und gründlich entfernt, lagern sich hier noch Nahrungsbestandteile ein und es entsteht Zahnbelag (Plaque). 

  • Schritt 2: Bakterien vermehren sich

    Durch eine mangelnde Mundhygiene wird nicht nur die Plaque nicht entfernt, auch Nahrungsreste bleiben im Mund. Das trägt dazu bei, dass sich die Bakterien stark vermehren, da sie optimale Bedingungen vorfinden.  

    Die Essensreste dienen ihnen dabei als Nahrungsquelle. Bei der Verstoffwechselung entstehen Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und einige Bakterien sind in der Lage sogenannte Toxine zu produzieren, die das Zahnfleisch angreifen. 

  • Schritt 3: Zahnfleischentzündung entsteht

    Besonders am Übergang vom Zahnfleisch zum Zahn, der Zahnfleisch-Kante, sammeln sich viele der Bakterien. Zwischen Zahn und Zahnfleisch gibt es eine nur wenige Millimeter kleine Vertiefung. Dieser Bereich wird in der Fachsprache Sulcus genannt.  

    Für Bakterien, Säuren und Nahrungsreste bietet er den idealen Raum zur Anlagerung. Setzen sich hier Bakterien fest, die entzündungsfördernde Substanzen produzieren, reagiert das Immunsystem mit einer entzündlichen Reaktion: einer Gingivitis. 

Symptome : Woran erkenne ich eine Zahnfleischentzündung?

Nahaufnahme von Zähnen mit entzündetem, gerötetem Zahnfleisch an einem Zahn, das auf eine Zahnfleischentzündung hinweist als Symbol für Zahnfleischentzündungen erkennen

Experten unterscheiden hier zwischen einer akuten und einer chronischen Zahnfleischentzündung. 

Eine akute Zahnfleischentzündung bleibt oft unbemerkt, da sie in der Regel keine Schmerzen verursacht. Schätzungen zufolge haben rund 80 Prozent aller Erwachsenen eine Gingivitis, ohne dies zu bemerken. Wenn die Zahnfleischentzündung allerdings über einen längeren Zeitraum (ab sieben Tage) nicht abheilt, wird sie chronisch und kann dann auch für Schmerzen sorgen. In der Folge kann sich auch das Zahnfleisch zurückbilden, die Zahnhälse liegen dann frei und die Zähne erscheinen länger. 

Damit die Gingivitis erst gar nicht chronisch wird, können Sie auf bestimmte Anzeichen achten und schnell herausfinden, ob eine Zahnfleischentzündung vorliegt: 

  • Die Farbe des Zahnfleisches: Gesundes Zahnfleisch ist hellrosa und glatt. Entzündungen hingegen sind durch Rötungen und Schwellungen gekennzeichnet. 
  • Blutendes Zahnfleisch beim Zähneputzen oder beim Biss in einen Apfel? Das kann ebenfalls auf eine Entzündung hindeuten. 
  • Eine chronische Gingivitis macht sich durch Schmerzen bemerkbar. 
  • Mundgeruch ist ein weiteres Anzeichen für eine chronische Zahnfleischentzündung. 
  • Bei besonders schweren Verläufen kann sich auch Eiter bilden und es können weitere körperliche Reaktionen wie z. B. Fieber auftreten. 

Parodontitis vs. Gingivitis : Gingivitis oder Parodontitis – wie unterscheiden sich die Erkrankungen des Zahnfleisches?

Vergrößerte Detailansicht zeigt stark gerötetes, entzündetes Zahnfleisch mit Maßstabsangabe in Mikrometern als Symbol für die Unterscheidung zwischen einer Zahnfleischentzündung und Parodontitis

Zahnfleischbluten wird meist als harmlos abgetan und ignoriert, vor allem, weil es nur selten mit Schmerzen verbunden ist. Doch aus der ungefährlichen Gingivitis kann schnell eine gefährliche Parodontitis werden. 

Eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) entsteht durch unzureichende Zahnpflege: Bakterien im Mund werden nicht vollständig entfernt und verursachen am Zahnfleischsaum eine entzündliche (sogenannte "inflammatorische") Reaktion. Mit gründlicher und regelmäßiger Mundhygiene ist das Problem in der Regel schnell wieder in Griff zu bekommen. 

Bei Parodontitis wird es deutlich komplexer: Sie ist anders als die Zahnfleischentzündung irreversibel und wird häufig durch eine nicht-behandelte Gingivitis hervorgerufen. 

Eine regelmäßige Zahnpflege ist auch hier wichtig, um das Fortschreiten einzudämmen. Jedoch kommt die Behandlung nicht ohne den Zahnarzt aus, da die Bakterien weit bis ins Zahnbett vorgedrungen sind und nicht mehr von der Zahnbürste, Interdentalbürste oder der Zahnseide entfernt werden können. 

  • Während eine Gingivitis kaum schwerwiegende Folgen hat und sich der Bakterienbefall hauptsächlich auf den Zahnfleischsaum beschränkt, ist bei einer Parodontitis der gesamte Zahnhalteapparat mit Bakterien infiziert.  

    Das kann zur Folge haben, dass sich Zähne lockern oder sogar ausfallen. 

Behandlung : Was tun bei Zahnfleischentzündung und wann zum Zahnarzt?

Zahnärztlicher Spiegel in Nahaufnahme, im Hintergrund unscharf eine Behandlungseinheit mit Lampe und Instrumenten als Symbol für die Behandlung einer Zahnfleischentzündung beim Zahnarzt

Mit einer gründlichen und schonenden Mundhygiene klingt eine Gingivitis in vielen Fällen innerhalb weniger Wochen von selbst wieder ab:  

  • Die allgemeine Zahnpflege, bestehend aus zweimal täglichem Zähneputzen (morgens und abends) und dem täglichen Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder einem Interdentalbürstchen, sollte in jedem Fall eingehalten werden.  
  • Eine Mundspülung mit pflegenden Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel Hyaluron, hilft dabei, das Zahnfleisch gesund zu halten. 

Darüber hinaus eignen sich auch weitere Maßnahmen, die den Heilungsprozess unterstützen und leicht zu Hause durchzuführen sind: 

  • Verwenden Sie eine Zahnbürste mit weichen Borsten, damit das Zahnfleisch nicht zusätzlich gereizt oder verletzt wird. 
  • Auch spezielle Salben, die auf das Zahnfleisch aufgetragen werden, sollen die Bakterienlast eindämmen. 
  • Als Hausmittel gegen Entzündungen des Zahnfleisches empfiehlt sich Kamillentee. Auch andere Kräuter mit ätherischen Ölen und entzündungshemmender Wirkung wie Salbei, Myrrhe oder Thymian können zur Linderung beitragen. 
  • Verwenden Sie eine Mundspülung, um die Bakterien in der Mundhöhle zu minimieren und auch schwer erreichbare Stellen zu säubern und das Zahnfleisch zu pflegen. 

Bioniq® Repair Zahn-Milch

Mit künstlichem Zahnschmelz PLUS Zahnfleischschutz

Bioniq Zahn Milch Mundspülung in weißer Flasche und blau-weißer Verpackung mit Zahnabbildung und Messbecher, beworben mit künstlichem Zahnschmelz und Zahnfleisch-Schutz.
  • Repariert die Zahnschmelzoberfläche
  • Spürbar glattere Zähne
  • Beugt Zahnschmelzverfärbungen vor
  • Reduziert bakterielle Anlagerung am Zahn
  • Schützt vor Mundgeruch und Zahnfleischproblemen
  • Sollte sich die Gingivitis trotz angepasster Mundpflege nicht bessern, sollten Sie einen Zahnarzt aufsuchen.  

    Dieser wird mit dem sogenannten Parodontal Screening Index – kurz PSI – prüfen, ob durch die Zahnfleischentzündung bereits ein erhöhtes Risiko für eine Parodontitis entstanden ist. Zudem wird der Experte die Zähne, Zahnfleischtaschen und das Zahnfleisch von Belägen befreien und die Zahnflächen leicht polieren, sodass Bakterien schlechter an der Oberfläche haften bleiben. 

Risikofaktoren : Was begünstigt Zahnfleischentzündungen?

Auch wenn der größte Risikofaktor eine schlechte Mundhygiene ist, gibt es weitere Faktoren, die das Risiko, an einer Zahnfleischentzündung zu erkranken, erhöhen: 

  • Die Wahrscheinlichkeit einer Gingivitis ist bei Rauchern doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern. 
  • Im Alter nimmt das Risiko ebenfalls zu, denn die natürliche Speichelproduktion vermindert sich. Dadurch werden auch weniger Speisereste und Bakterien auf natürliche Weise weggeschwemmt. 
  • Gleiches gilt für Mundatmung. Auch diese trocknet den Mund aus und fördert das Risiko für eine Gingivitis. 
  • Vitamin-C-Mangel steigert ebenso die Wahrscheinlichkeit für entzündliches Zahnfleisch wie manche Vorerkrankungen, z. B. Diabetes mellitus, Leukämie oder HIV. 
  • Auch starke hormonelle Veränderungen wie in einer Schwangerschaft oder in der Pubertät können häufig zu Problemen mit entzündetem Zahnfleisch führen. 

Bioniq® : Produkte für entzündetes Zahnfleisch

Wissen : Weitere Themen

  • Frau schaut in den Badezimmer-Spiegel und betrachtet ihr blutendes Zahnfleisch als Symbol für Zahnfleischbluten

    Zahnfleischbluten – Was steckt dahinter?

    Verifiziert von Karoline Bauch

    Gesundes Zahnfleisch blutet nicht. Erfahren Sie, welche Ursachen hinter Zahnfleischbluten stecken, wann ein Zahnarztbesuch notwendig ist und wie Sie mit der richtigen Pflege gegensteuern können.

  • Nahaufnahme von Zähnen und Zahnfleisch mit Vergrößerung einer entzündeten, geröteten Zahnfleischstelle und Maßstab für Mikrometer als Symbol für die bakterielle Zahnbettentzündung Parodontitis

    Parodontitis – wenn Bakterien das Zahnbett angreifen

    Verifiziert von Karoline Bauch

    Was als Zahnfleischentzündung beginnt, kann sich zur ernsthaften Zahnbettentzündung entwickeln. Erfahren Sie, wie Parodontitis entsteht, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie Sie einer Erkrankung gezielt vorbeugen können.

  • Person in weißem T-Shirt hält sich mit der Hand die Wange – typische Geste bei schmerzempfindlichen Zähnen.

    Empfindliche Zähne – Ursachen und was wirklich hilft

    Verifiziert von Karoline Bauch

    Heißer Kaffee, kaltes Eis, saurer Apfel – und plötzlich dieser stechende Schmerz. Erfahren Sie, warum Zähne empfindlich reagieren, welche Ursachen dahinterstecken und mit welchen Maßnahmen Sie die Schmerzempfindlichkeit gezielt reduzieren können.

Karoline Bauch

Referentin Unternehmenskommunikation

Karoline Bauch ist Expertin für Wissenschaftskommunikation mit Fokus auf den Unternehmensbereich Oral Care und redaktionelle Ansprechpartnerin für alle Themen rund um Zahnmedizin, Mundgesundheit und Prävention.

Redaktionell geprüft
Geprüft am 22.04.26